DGB fordert Unterbindung von Missbrauch beim gesetzlichen Mindestlohn

„Fünf Jahre nach Verabschiedung des gesetzlichen Mindestlohns kommt er bei Millionen von Arbeitnehmern immer noch nicht an. Das enttäuscht die Menschen.“ Gegenüber verdi.de bekräftigt DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell die Forderung an die Bundesregierung, gegen Missbrauch vorzugehen, mit dem Arbeitgeber den Mindestlohn immer wieder unterlaufen.

Die „Saarbrücker Zeitung“ hat heute darüber berichtet, dass der Deutsche Gewerkschaftsbund immer noch erhebliche Defizite bei der Durchsetzung des Gesetzes ausmacht. Obwohl dessen Auswirkungen insgesamt sehr positiv seien, würden „1,8 Millionen Beschäftigte um den gesetzlichen Mindestlohn betrogen“, sagte Körzell dort im Interview. Bei Einbeziehung der Branchenmindestlöhne seien sogar 2,2 Millionen Menschen betroffen. Die Zahlen basieren auf dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), das regelmäßig Privathaushalte in Deutschland repräsentativ befragt. Die Studie ermittelte in der Praxis deutlich mehr von einer Unterschreitung des Mindestlohns Betroffene, als nach Zählungen Statistischen Bundesamtes (destatis). Für April 2017 wurden dort 0,8 Millionen Beschäftigungsverhältnisse mit einem Stundenlohn unter dem gesetzlichen Mindestlohn registriert. Weiter

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