dju-Mitgliederbrief Juli 2016

Cornelia Haß Bundesgeschäftsführerin der dju in ver.di

Cornelia Haß Bundesgeschäftsführerin der dju in ver.di

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

wer in der Nacht von Freitag auf Samstag versucht hat, sich über die Berichterstattung, über die sozialen Netzwerke und vielleicht auch persönliche Kontakte einen Überblick zu verschaffen über die Ereignisse in der Türkei, hatte es nicht leicht: Es gab vergleichsweise wenig Informationen, die Meldungen auf Facebook und Twitter und Co. widersprachen sich zum großen Teil oder waren inspiriert von den Meinungen ihrer Urheberinnen und Urheber. Erst im Laufe des Wochenendes gab es Ansätze, die Geschehnisse in chronologischer Reihenfolge zusammen zu fassen, Reaktionen einzusammeln, Hintergründe aufzudecken und Theorien einzuordnen. Das Fehlen einer solchen Einordnung dokumentiert einmal mehr die Schwäche der sozialen Medien gegenüber professionellem Journalismus. Und ein zusätzliches Problem ist sicherlich, dass auch die klassischen Medien unter dem Druck der sozialen Netzwerke schon zu einem Zeitpunkt loslegen, in dem Journalismus in diesem Sinn noch gar nicht möglich ist. Weiter

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