Druckindustrie NRW: Regionaler Arbeitgeberverband verweigert Verhandlungen – Streiks werden fortgesetzt

In der Tarifauseinandersetzung in der Druckindustrie gibt es in weiterhin keine Bewegung.
Nachdem die Tarifverhandlungen auf Bundesebene im vergangen Jahr ohne ein Ergebnis beendet worden sind, hat die regionale Tarifkommission den Verband Druck + Medien Nord-West (VDMNW) zu Verhandlungen für die Beschäftigten in der Druckindustrie in Nordrhein-Westfalen auf- gefordert.
Ziel von ver.di ist es nach wie vor, einen dauerhaften Tarifschutz für die Kolleg*innen in den Druckereien zu erreichen. Daher wurden die regionalen Arbeitgeberverbände in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen zu Verhandlungen aufgefordert. ver.di strebt ein Lohnabkom-men und die Wiederinkraftsetzung des Manteltarifvertrages in den genannten Bundesländern und die Übernahme dieser Vereinbarungen im restlichen Bundesgebiet an.
Die Arbeitgeberverbände in den Bundesländern – so auch der VDMNW – lehnen regionale Tarifverhandlungen ab und verweisen auf die Bundesebene. Dieses Schwarzer-Peter-Spiel wird von ver.di scharf kritisiert, denn immerhin zieht sich die Tarifauseinandersetzung nun bereits fast ein halbes Jahr hin. Es kann nicht sein, dass die Kolleg*innen in den Druckereien die Blockadehaltung der Arbeitgeber ausbaden müssen.
Offensichtlich braucht es noch stärkeren Druck aus den Betrieben, damit sich die Arbeitgeberseite bewegt. Die Tarifkommission für die nordrhein-westfälische Druckindustrie hat daher beschlossen, die Streiks in den Druckereien fortzusetzen und auszuweiten.

ver.di Landesbezirk NRW – Fachbereich Medien, Kunst und Industrie – Dirk Toepper
Oelmühlenstr. 57, 33604 Bielefeld, Telefon: 0521/41714-0

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