Ein Ausblick auf das Jahr 2019

Vorsitzender des OV Hellweg-Hochsauerland und langjähriger Betriebsrat Ludger Wrzesinski. Foto: ver.di

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

in der ver.di-Mitgliederzeitung heißt es: wenn die Delegierten des 5. ver.di-Bundeskongresses am 22. September 2019 in Leipzig aus dem Zug steigen, wird es für einige von ihnen ein Déjà-vu sein. Zum vierten Mal in Folge tagt das höchste Beschlussgremium von ver.di in der mit über 571.000 Einwohner/innen größten Stadt in Sachsen. Alle vier Jahre machen sich 1.000 Delegierte auf den Weg in den Osten des Landes, um an sechs Tagen auf dem Messegelände über die Ausrichtung ver.dis in den folgenden Jahren zu entscheiden. Hinzu kommen Gäste sowie ver.di-Mitarbeiter/innen, die mit für einen ­reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgen. Ob jemand aus unserem Ortsverein dabei ist, kann man noch nicht sagen.

Als Kanditat für die Nachfolge von Frank Bsirske wurde der bisherige Leiter des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie, der Kollege Frank Werneke vom Gewerkschaftsrat vorgeschlagen. Unter dem Motto „ver.di wächst“ wird die Organisation in andere Strukturen aufgeteilt. Ich persönlich hoffe, dies geschied zum Vorteil aller Mitglieder und die Betreuung wird so weiter optimiert. Für viele Betriebsratsgremien in unserem Ortsverein beginnt gerade der Umbruch zu einer neuen Generation. Mein Wunsch ist es  die jungen Kolleginnen und Kollegen merken schnell wie wichtig die Interessenvertretung Gewerkschaft für sie und die Belegschaften ist und handeln auch danach. Ohne Schulungen in ver.di-Bildungsstätten bekommt ihr nie das nötige Wissen und die wichtigen Kontakte zu anderen Betrieben und den Experten von ver.di.

Auch die Tarifrunden der Druckindustrie und der Papierverarbeitung werden erst in 2019 gelöst werden können. Dort bedarf es der Unterstützung durch die Beschäftigten  sonst haben wir bald überall Zustände wie im alten Rom. Es gibt in Lippstadt einen Betrieb (mit OT-Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband) der Facharbeitern keine 14,- Euro die Stunde zahlt. Zum Vergleich der Facharbeiter-Ecklohn liegt in der Druckindustrie West bei 17,87 Euro pro Stunde. Solche Zustände schreien doch nach wehrhaften Belegschaften. Tarifverträge fallen nicht vom Himmel, auch nicht zur Weihnachtszeit. In diesem Sinne wünsche ich für die Zukunft alles GUTE!

Ludger Wrzesinski, Vorsitzender

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