DGB Frauen: Lohnlücke ist kein Naturgesetz!


Kreis Soest. Am 27. Februar ist der deutsche «Equal-Pay-Day»: Denn Frauen in Deutschland bekommen im Schnitt immer noch 16 Prozent weniger Lohn und Gehalt als Männer, sie arbeiten symbolisch bis zu diesem Tag also unentgeltlich, während ihre Kollegen seit dem 1. Januar bezahlt werden. „Diese Lohnlücke ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis von Ungleichheit: Ungleich verteilte Sorgearbeit, Teilzeitfalle und fehlende Betreuungsangebote für Kinder sind Ursachen der Lohnlücke“,  so Roswitha Lauber, Sprecherin des DGB-Kreisfrauenausschuss Soest.

Die Gewerkschafterinnen werben für wirksame Gegenmaßnahmen, um diese Lohnlücke zu schließen. Dazu gehören eine gerechte Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeitszeit, frauendominierte Berufe sollen durch höhere Löhne aufgewertet werden, Minijobs sollten in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umgewandelt werden und die Möglichkeiten der befristeten Teilzeit sollen ausgeweitet werden. Auch der Wechsel von Teil- in Vollzeitbeschäftigung sollte leichter möglich sein.
„Teilzeit ist kein «Lifestyle», so Roswitha Lauber. Es geht an der Lebensrealität vorbei und wird von vielen Betroffenen als respektlos empfunden.“ Der EU-Durchschnittswert bei der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen liegt bei 12 Prozent, damit nimmt Deutschland mit 16 Prozent im Jahr 2026 einen traurigen Platz ein.
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