Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft zur Teilnahme an einer Demonstration am Freitag, 8. August 2025 in Lippstadt auf und fordert die Abschaffung des kirchlichen Sonderarbeitsrechts.
Hintergrund ist die Entscheidung des kürzlich fusionierten christlichen Klinikums, Schwangerschaftsabbrüche künftig grundsätzlich nicht mehr durchzuführen – selbst bei medizinischer Notwendigkeit. Der langjährige Chefarzt der Gynäkologie, Prof. Dr. Joachim Volz, wehrt sich gegen arbeitsrechtliche Maßnahmen, nachdem er sich öffentlich gegen das Abtreibungsverbot ausgesprochen hat.
„Die Zustände in Lippstadt zeigen exemplarisch, was passiert, wenn kirchliche Träger medizinische Versorgung nach Dogmen regeln. Das gefährdet Patientinnen und stellt Beschäftigte vor ethische und berufliche Konflikte“, so Julia Schymik, zuständige Gewerkschaftssekretärin. „Wir fordern ein Ende des kirchlichen Sonderarbeitsrechts und eine Gesundheitsversorgung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert.“
Die Demonstration im Überblick:
• 09:30 Uhr: Auftakt vor dem evangelischen Krankenhaus Lippstadt (Wiedenbrücker Str. 33)
• 10:00 Uhr: Kundgebung vor dem Amtsgericht Lippstadt (Lipperoder Str.) Demo202508081
Die Mitglieder unseres Ortsvereins treffen sich um 9.10 Uhr an der Ecke Wiedenbrücker Str. / Eichendorffstr. (Gebäude Lippstadt am Sonntag).
Die Demonstration wird von ver.di und weiteren zivilgesellschaftlichen Initiativen unterstützt.
Begleitend zur Demonstration läuft eine Online-Petition unter dem Titel: „Ich bin Arzt & meine Hilfe ist keine Sünde“
Mit bereits über 140.000 Unterschriften richtet sie sich an die Bundesregierung – und macht bundesweit sichtbar, wie stark die Unterstützung für eine sichere und von religiösen Vorgaben freie Gesundheitsversorgung ist.
Link zur Petition: www.innit.it/arzt-keine-suende
V.i.S.d.P.:
Julia Schymik | ver.di-Bezirk Westfalen
Emhildisstraße 16, 59872 Meschede
E-Mail: Julia.schymik@verdi.de
www.verdi.de