Aktualisiert!!! Tarifverhandlungen: Redakteure an Tageszeitungen, Druckindustrie und Papierverarbeitung

ver.di

Kreis Soest / Hochsauerland. Die dju in ver.di fordert für freie und fest angestellte Tageszeitungsjournalistinnen- und journalisten 4,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro für den journalistischen Nachwuchs. Die Tarifverhandungen wurden nach der fünften Runde unterbrochen. Bundesweit gab es schon Streiks in den Redaktionen. Mit dem Bundesverband Deutscher Tageszeitungsverlage (BDZV) ist für den 4. Juni mittlerweile ein Termin für die sechste Verhandlungsrunde gefunden worden. Am 5. Juni trifft sich die Bundestarifkommission der dju in ver.di, die wir eingeladen haben, den Verhandlungsstand zu bewerten.

Die Laufzeit des Lohntarifvertrags der Druck­industrie endet am 31. August 2018. Die Friedenspflicht einen Monat später. Erst danach kann gestreikt werden. Der Mantel-Tarifvertrag wurde durch die Druck-Arbeitgeber zu Ende September gekündigt. Dazu sei gesagt: Nur für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in bisher tarifgebundenen Betrieben die bis August 2018 Mitglied in der Gewerkschaft sind gilt der Tarifvertrag über den 1. Oktober hinaus unverändert weiter und zwar im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Nachwirkung. Alle anderen Beschäftigten besitzen keinerlei Schutz und unterliegen dem Direktionsrecht ihrer jeweiligen Arbeitgeber.

Bei der Papierverarbeitung endet mit der Laufzeit des Lohntarifvertrags am 31. Oktober 2018 auch die Friedenspflicht. Die Tarifkommission der Druckindustrie wird im Juni und die der Papierverarbeitung im September darüber beraten, ob die Lohn-Tarifverträge gekündigt werden und – wenn ja – welche 
Lohn­erhöhungen sie fordern.

Sollte dein Arbeitgeber nicht tarifgebunden sein, hilft ver.di beim Abschluss eines Haustarifvertrages. Dies geht allerdings nur in Betrieben mit vielen Gewerkschaftsmitgliedern, weil nur eine streikfähige Belegschaft gegenüber dem Arbeitgeber eine starke Position hat. Erste Arbeitgeber ohne Tarifbindung im heimischen Raum finden schon keine geeigneten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mehr! Unter Tarif-Bezahlung, 40-Stunden-Woche, keine Jahresleistung, 24 Tage Urlaub sind keine Lockmittel!

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