Druckerei Barthel: Ein eindrucksvoller Schuss vor den Bug – Geschäftsführer verlässt eilig das Gelände

Streik beim Etikettendrucker Barthel in Essen. Foto:  ver.di

130 streikende Kolleginnen und Kollegen, Pfiffe aus Trillerpfeifen, leuchtende Warnwesten und überall die Aufschrift „Warnstreik“. Das war eine sehr klare Botschaft, die die Beschäftigten der Druckerei Barthel im Essener Hafen ihrer Geschäftsleitung am Mittwoch gesendet haben. „Wir haben genug von der Blockadehaltung der Geschäftsleitung. Wir wollen, dass Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft verdi stattfinden“, brachte der Betriebsratsvorsitzende Peter Kozlik die Forderung der Beschäftigten auf den Punkt.

ver.di-Verhandlungsführer Dirk Töpper aus Bielefeld – Foto: ver.di

„Bisher hat das Unternehmen keinen Tarifvertrag, zahlt vielen Mitarbeitern aktuell sogar noch weniger als den Mindestlohn. Dies soll jetzt zu Juli geändert werden. Immerhin drei Monate früher als gesetzlich ohnehin zwingend vorgeschrieben. Ein winziges Entgegenkommen, mit dem sich die Beschäftigten allerdings nicht abspeisen lassen wollen“, erklärte der zuständige verdi-Verhandlungsführer Dirk Töpper die Ausgangslage. Bisher verweigert die Geschäftsführung die Aufnahme von Verhandlungen und lehnt die Gewerkschaft als Verhandlungspartner grundsätzlich ab. Weiter

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