Sommer 2018: Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen einen erholsamen und schönen Urlaub!

Wie viele Urlaubstage stehen mir als Arbeitnehmer im Jahr zu? Gesetzlich? Tariflich? Wie geht es nach der Kündigung des Manteltarifvertrags in der Druckindustrie weiter?

Ein Hauch von Südsee am Ostseestrand von Scharbeutz (Foto: Ludger Wrzesinski)

Ein Hauch von Südsee am Ostseestrand von Scharbeutz (Foto: Ludger Wrzesinski)

Kreis Soest / Hochsauerland. Der ver.di Ortsverein Hellweg-Hochsauerland, FB (8) Medien, Kunst und Industrie informiert: Jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub (§ 1 BUrlG / Bundesurlaubsgesetz). Der Urlaub beträgt mindestens 24 Werktage. Bei sechs Werktagen pro Woche bedeutet das 4 Wochen Urlaub. Diesen Anspruch haben auch Teilzeitbeschäftigte. Allerdings zählen bei ihnen die freien Werktage mit. Wer z.B. nur samstags arbeitet, hat nicht 24 Samstage Urlaub, sondern 4 Wochen, also 4 Samstage. In der Regel gelten die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers, sie können jedoch zurückstehen, wenn dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer entgegen stehen, die unter sozialen Gesichtspunkten Vorrang haben.

Vom freien Sonntag bis zu 6 Wochen Tarifurlaub war ein langer Weg. Ohne die Gewerkschaften würde unser Anspruch auf Urlaub auch heute noch sehr mager ausfallen.

Hier nur ein Beispiel: Der tarifliche Jahresurlaub beträgt für die Arbeitnehmer der Druckindustrie  30 Arbeitstage (Montag bis Freitag) = 6 Wochen. Mitglied sein lohnt sich! Tarifverträge schließt die Gewerkschaft ver.di für ihre Mitglieder ab! Wer nicht spätestens zum 1. September 2018 Mitglied von ver.di ist, geht ein hohes Risiko ein! Warum? Der Arbeitgeberverband Bundesverband Druck und Medien (BVDM) und seine Landesverbände haben die Manteltarifverträge zum 30. September 2018 gekündigt. Diese Kündigung bedroht alle Arbeitnehmergruppen der Druckindustrie: Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte und Auszubildende. Es geht auch um deine 30 Tage Urlaub im Jahr! Die gesetzliche Nachwirkungsfrist gilt nur für Gewerkschaftsmitglieder! Mehr

ver.di: Ja zur Fusion der Fachbereiche

Stärkere Bedeutung der Fachgruppen in neuer Struktur

Eine wichtige Weichenstellung zur Bildung eines neuen gemeinsamen ver.di-Fachbereiches ist erfolgt: Der Vorstand des Fachbereiches Medien, Kunst und Industrie hat am 3. Juli mit breiter Mehrheit der Gründungsvereinbarung für einen neuen Fachbereich „A“ – so die vorläufige Bezeichnung – zugestimmt. Bei den zukünftigen Partnern gab es auf den Sitzungen ihrer Vorstände ebenfalls ein deutliches Ja. Auch ein gemeinsamer Kandidat für die künftige Bundesfachbereichsleitung wurde gefunden. Die abschließende Entscheidung über die Fusion findet im kommenden Frühjahr statt, im Anschluss an die Diskussionen auf den vier Bundesfachbereichskonferenzen. Weiter

Quartalsberichte zur Medienwirtschaft 2/2018

Die geplante Fusion von Unitymedia mit Kabel Deutschland wird in der Telekombranche ein neues gefährliches Monopol schaffen. Auch auf dem Zeitungsmarkt hat der Konzentrationsgrad zugenommen – durch Übernahmen von Verlagen ebenso wie durch die Fusion von Redaktionen. Auf dem Buchmarkt schrumpfen die Umsätze leicht. Bedenklich ist hier aber vor allem, dass die Zahl der Buchleser deutlich abnimmt. In der Videobranche gibt es neue Versuche, ein massentaugliches Streamingportal als Alternative zu Netflix und Amazon Prime zu schaffen. Weiter

DGB informiert: Bürgerentscheid zur Fahrbücherei läuft ab 20. August im Kreis Soest

Kreis Soest. Landrätin Eva Irrgang hat dem Ältestenrat des Kreistags, also den Fraktionsvorsitzenden, und den Vertretern des Bücherbus-Fördervereins Robin Book in einer Sitzung am 12. Juli im Kreishaus die Zeitschiene für den Bürgerentscheid über die Fahrbücherei vorgestellt. Die Landrätin hat entschieden, dass die Briefwahlunterlagen ab dem 20. August an die rund 250.000 Wahlberechtigten kreisweit versandt werden. Das Abstimmungsende Mehr anzeigen

Tarifflucht bei Ippen in Hessen

Frankfurter Neue Presse: Redaktion wehrt sich gegen verschlechterte Arbeitsbedingungen

Der Münchener Großverleger Dirk Ippen (ebenfalls Verleger vom Soester Anzeiger und Westfälischer Anzeiger Hamm), sein Neffe Daniel Schöningh und ihre hessischen Statthalter Max und Jan-Eric Rempel fackeln nicht lange. Zum 1. April haben sie die Frankfurter Neue Presse (FNP) und die Frankfurter Rundschau (FR) samt der Frankfurter Societäts-Druckerei von der Fazit-Stiftung übernommen. Am 29. Juni verkündeten sie den Abschied der FNP aus dem Flächentarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure. Die wehren sich jetzt gegen die Verschlechterung. Ebenso die Verlagsangestellten, die bereits unter den alten Eigentümern die Tarifflucht ihres Arbeitgebers erleben mussten. Weiter

Nach dem Abschied aus der alten Tarifbindung: real-Beschäftigte bundesweit im Streik

Düsseldorf / Lippstadt. Mehrere tausend Beschäftigte in den real-Märkten sind heute (13. Juli 2018) dem Streikaufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gefolgt.

Bereits am Vormittag legten sie in rund 140 von 281 Märkten die Arbeit nieder. „Das zeigt, dass die Belegschaften mutig und  solidarisch zusammenstehen, obwohl die Geschäftsleitung enormen Druck gemacht hat, damit sie sich nicht an den Streiks beteiligen“, sagte Stefanie Nutzenberger, im ver.di-Bundesvorstand zuständig für den Handel. Weiter

Musikschule des Hochsauerlandkreis: Konzept „Musikschule 2025“ steht – Personal soll eingespart werden

Arnsberg / Meschede / Brilon / Hochsauerlandkreis. Die ver.di Fachgruppe Musik im Ortsverein Hellweg-Hochsauerland informiert: Wie nun bekannt wurde, soll der Zuschussbedarf  der Musikschule HSK durch die geplanten Personalmaßnahmen ab 2022 auf Dauer um 285 000 Euro, ab 2025 um insgesamt 428 000 Euro reduziert werden, so ein Sprecher der Verwaltung. Die bisherigen Standorte sollen erhalten bleiben. Dies ist u. a. Inhalt des Konzept „Musikschule 2025“. Die Einzelheiten wurden nun in der Westfalenpost veröffentlicht. Weiter

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