ver.di8-Redaktion

Pressefreiheit im Fokus der Fotografen

Jährlich zum 3. Mai, dem internationalen Tag der Pressefreiheit, erscheint ein neuer Band „Fotos für die Pressefreiheit“ von Reporter ohne Grenzen (RSF). Die Bücher zeigen seit fast drei Jahrzehnten eindrucksvoll, wie wichtig das Einfordern dieses Menschenrechts und die mutige Arbeit von Journalist*innen weltweit sind. Der aktuelle Band ist weitgehend vorbereitet. Zu den Druckkosten kann noch bis 16. April mit Spenden beigetragen werden. Weiter

DGB Kreis Soest: Auch in Corona-Zeiten sind vier von zehn Neueinstellungen befristet

Kreis Soest. Unternehmen und öffentliche Arbeitgeber haben ihre Neueinstellungen im Zuge der Corona-Krise dramatisch zurückgefahren. So lag die Zahl der Menschen, die eine neue Beschäftigung aufnahmen, im zweiten Quartal 2020 bundesweit um 29 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, berichtet DGB Kreisvorsitzender Holger Schild aus entsprechenden Untersuchungen von Forschern des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Obwohl sich Arbeitgeber bei Einstellungen also offensichtlich auf das „Nötigste“ beschränken, ist der Anteil der Befristungen weiterhin hoch: Bundesweit erhielten 39,4 Prozent der neu Eingestellten im Frühjahr einen befristeten Arbeitsvertrag, im Kreis Soest waren es 35,1 Prozent.

An den langjährigen Mustern bei befristeten Einstellungen hat sich in der Corona-Pandemie ebenfalls wenig geändert, macht die Analyse der WSI-Experten deutlich: Überdurchschnittlich stark von Befristungen betroffen sind weiterhin junge Beschäftigte sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ausländischer Staatsangehörigkeit. So bekamen von den neu Eingestellten unter 25 Jahren 50,8 Prozent nur einen befristeten Arbeitsvertrag, während das in der Altersgruppe zwischen 25 und 54 für 37,1 Prozent galt.

Schaut man auf die Qualifikation, müssen sowohl Beschäftigte ohne Ausbildungsabschluss (51,7 Prozent) als auch Hochschulabsolventen (44,6 Prozent) in einem neuen Job überdurchschnittlich häufig mit einem befristeten Vertrag Vorlieb nehmen. Besonders weit verbreitet sind befristete Neueinstellungen in den Wirtschaftszweigen Erziehung und Unterricht sowie Information und Kommunikation.

Für die Perspektiven junger Menschen bedeutet das wenig Gutes: Unabhängig von der aktuellen Coronalage bedeuten befristete Beschäftigungsverhältnisse immer Einschränkungen und weniger Perspektiven füre das eigene Leben. „Wenn in Zukunft wieder Facharbeitermangel beklagt wird muss auch darüber geredet werden, welche Betriebe Qualifikationen und Fortbildungen angeboten haben und welche Betriebe durch unbefristete Beschäftigungsverhältnisse den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Perspektive geboten haben“, so Holger Schild.

Medienleute schützen, nicht verteufeln

Als völlig geschichtsvergessen bezeichnet die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Hessen den Aufruf aus dem Umfeld der sogenannten Querdenker, am Sonntag in Frankfurt am Main gegen die „gleichgeschalteten Medien“ zu demonstrieren. Von der Polizei werde erwartet, dass sie Journalist*innen vor Übergriffen schützt, betonen auch die öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse. Weiter

OV Hellweg-Hochsauerland: Unterstützt unsere Stammtisch-Kneiper des Fachbereich (8) Medien, Kunst und Industrie in Lippstadt und Belecke

Der ver.di Ortsverein Hellweg-Hochsauerland, Fachbereich (8) Medien, Kunst und Industrie veranstaltet seine  Stammtische in folgenden Räumlichkeiten: Gasthof „Goldener Hahn“ Lange Straße 12 in 59555 Lippstadt und im Gasthof Hoppe, Lanfer 62 (An der B 55) in 59581 Warstein-Belecke. Beide Gaststätten sind pandemiebedingt aktuell geschlossen und verkaufen ESSEN AUSSER HAUS. Wir bitten um Unterstützung der Betriebe im Lockdown!

Ludger Wrzesinski (langjähriger Betriebsrat): Wissen weitergeben – Vorbereitungen der Betriebsrats-Wahlen im Frühjahr 2022 sollten jetzt schon beginnen

Ortsvereinsvorsitzender und langjähriger Betriebsrat Ludger Wrzesinski. Foto: ver.di

Kreis Soest / Hochsauerland. Im kommenden Frühjahr werden bundesweit neue Betriebsräte gewählt. Vom 1. März bis zum 30. Mai 2022 dauert der Wahlzeitraum der turnusgemäßen Wahlen, die alle vier Jahre stattfinden. Noch lange hin, mag manch einer meinen, aber gerade was die Findung und Ansprache neuer Kandidat/innen angeht, sollte man keine Zeit verstreichen lassen.

„In vielen Betrieben zeichnen sich spätestens bei der Wahl im Jahr 2022 Generationswechsel ab“, so Ludger Wrzesinski, OV-Vorsitzender und langjähriger Betriebsrat der Laumanns Firmengruppe, Lippstadt. Um der nachfolgenden Generation auch genügend Zeit zu lassen, in die verantwortungsvolle Aufgabe eines Betriebsrats hineinwachsen zu können, sollten die nächsten Monate genutzt werden, um potenzielle Nachfolger/innen aufzubauen. Für mich persönlich gehört die Mitgliedschaft bei ver.di unbedingt  dazu, aber auch ich werde 2022 in den Ruhestand gehen und kein Betriebsrat mehr sein.

Die rechtzeitige Suche nach Kandidat/innen gilt nach Ansicht von Wrzesinski aber nicht nur für Kandidat/innen, sondern auch bei Wahlvorständen und Vertrauensleuten, die in vielen heimischen Betrieben die Wahlen vorbereiten und geeignete Kandidat/innen ansprechen. Wichtig sei es vor allem, Wissen und Erfahrungen rechtzeitig weiter zu ­geben, damit es nicht verloren geht. In einigen Betrieben gab es keine Betriebsratswahlen, die meisten werden wohl bei den kommenden Wahlen lehren daraus ziehen. Corona-Krise, Kurzarbeit, Wechsel in der Geschäftsleitung oder auch keine Tarifbindung mehr sind nur einige Sorgen von Belegschaften.

ver.di unterstützt Wahlvorstände und Gewählte mit zahlreichen Bildungsangeboten (https://bildungsportal.verdi.de) und durch die Gewerkschaftssekretär/innen vor Ort. Betriebe, in denen es noch keinen Betriebsrat gibt, können übrigens jederzeit eine solche Interessenvertretung wählen. (Anmerkung unserer Redaktion: Allerdings muss ver.di notfalls Gewerkschaftsmitglieder in dem Betrieb nachweisen). Wer darüber nachdenkt, sollte unbedingt Kontakt zum zuständigen ver.di-Bezirks aufnehmen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Verbandsklagerecht für Urheber unverzichtbar

Das Verbandsklagerecht muss zwingend als neues Rechtsinstrument in das Urheberrecht aufgenommen werden. Mit dieser Forderung wenden sich der Deutsche Journalisten-Verband und die Gewerkschaft ver.di gemeinsam an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags. Unterstützung erfahren die beiden Gewerkschaften durch ein Rechtsgutachten und den konkreten Formulierungsvorschlag von Prof. Dr. Caroline Meller-Hannich, Universität Halle-Wittenberg. Weiter

Zeit für eine Richtigstellung!

Drei Verhandlungen hat es gegeben, die beiden letzten Termine Ende März hat der Hauptverband der Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) platzen lassen.

1. Der HPV sagt: »Die Arbeitgeber wollten immer einen Abschluss noch vor Ostern.«
Unsinn!
Wer einen Abschluss haben will, muss auch verhandeln!
Fakt ist: Der HPV hat am 26. und 31. März – wenige Tage vor Ostern -–zwei Verhandlungen platzen lassen. Die Verhandlungskommission des HPV ist an diesen Tagen überhaupt nicht im Verhandlungsraum erschienen. Weiter

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