Tarifrunde Leiharbeit 2022: bis zu 24 Prozent mehr Geld – Ab 2023 bis zu 1000 Euro Mitgliedervorteil

Tarifabschluss in der Leiharbeit: Im Oktober steigen die Tarifentgelte für Leihbeschäftigte der Entgeltgruppen 1 bis 2b um bis zu 14 Prozent. Danach geht es in zwei Stufen bis Januar 2024 weiter hoch. Insgesamt steigen die Entgelte bis dahin um bis zu 24 Prozent.

Dieses Verhandlungsergebnis haben die IG Metall und ver.di in Tarifgemeinschaft mit den anderen DGB-Gewerkschaften jetzt mit den Arbeitgeberverbänden BAP und iGZ erzielt.

Die Anhebung der unteren Entgeltgruppen war notwendig, da ab Oktober der neue gesetzliche Mindestlohn von 12 Euro gilt und die unteren beiden Entgeltgruppen derzeit darunter liegen. Ziel der Gewerkschaften war es dabei, deutlich über den gesetzlichen Mindestlohn zu kommen. Der Tarifabschluss betrifft die Mehrheit der Leihbeschäftigten: Rund 70 Prozent arbeiten in Entgeltgruppe 1 bis 2b. Zum Jahresende wird die DGB-Tarifgemeinschaft erneut mit den Arbeitgeberverbänden über Entgeltsteigerungen für die oberen Entgeltgruppen 3 bis 9 verhandeln.

Außerdem hat die DGB-Tarifgemeinschaft auch deutliche Verbesserungen beim Mitgliedervorteil für Gewerkschaftsmitglieder erreicht: Ab November 2023 steigt die Extra-Zahlung zum Weihnachtsgeld um 150 Euro. Statt bisher 100 bis 350 Euro (je nach Betriebsangehörigkeit) gibt es dann 250 bis 500 Euro obendrauf. Das macht zusammen mit der Extra-Zahlung zum Urlaubsgeld statt bisher bis zu 700 Euro dann bis zu 1000 Euro Mitgliedervorteil im Jahr.

Für den Mitgliedervorteil reichen ab November 2023 zudem 6 statt wie bisher 12 Monate Gewerkschaftsmitgliedschaft aus. Das heißt: Wer dann in die Gewerkschaft eintritt, muss nicht mehr bis zum nächsten Jahr warten, sondern kann schon nach einem halben Jahr die Extra-Zahlung für Gewerkschaftsmitglieder zum Urlaubs- oder Weihnachtsgeld beantragen.

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