Medienmoral NRW: Funke-Betriebsräte sehen 300 Stellen allein in NRW auf der Kippe

„Unglaublich!“ Wenn dieser Ausruf altgedienten Betriebsräten der Funke Mediengruppe entfährt, die schon den Abbau von 300 Redakteursstellen vor zehn Jahren in NRW erlebt haben, dann muss tatsächlich etwas Unerwartetes passiert sein. Nach langen Wochen und Monaten des Wartens hat die Geschäftsführung der Funke Mediengruppe in Essen nun endlich ihre Sparpläne konkretisiert. Und die fallen (wenn man die bekannt wolkige Funke-Rhetorik in der Pressemitteilung beiseite schiebt) noch weit aus radikaler aus, als viele befürchtet hatten.

Die in Hagen erscheinende Westfalenpost soll noch einmal 14,5 Stellen abbauen, die WAZ in Essen 14 Stellen, auch die NRZ soll ca. 10 Prozent ihres redaktionellen Personals einsparen. Geschlossen wird die fünfköpfige Lokalredaktion der Westfalenpost in Warstein, die sich nach Konzernangaben wirtschaftlich nicht rechnet. Mit diesen Entscheidungen dünnt die Gruppe die Lokalredaktionen weiter aus und setzt (in Warstein) den redaktionellen Rückzug aus der Fläche fort. (mehr …)

DGB Frauen Kreis Soest laden ein: Das Frauenmuseum in Bonn ist Ziel zum Frauentag

Foto: DGB

Lippstadt / Erwitte / Soest / Bonn. Das allgemeine und gleiche Wahlrecht für Frauen: Was heute selbstverständlich ist musste erkämpft werden. Vor 100 Jahren war es soweit: Erstmals durften Frauen (und alle Männer) bei der Wahl zur Nationalversammlung ihre Stimme abgeben und mitentscheiden. Ein Meilenstein, dem das Frauenmuseum in Bonn eine Ausstellung widmet – und die passend zum Frauentag am 10. März 2019 vom DGB Kreisfrauenausschuss besucht wird. Dabei können alle interessierten Männer und Frauen gerne mitkommen, betont Sonja Rynek für die DGB Frauen: Die Teilnahme ist kostenlos, in den Bus zusteigen kann man (und frau) in Lippstadt, Erwitte und Soest. Anmeldungen zur Fahrt nehmen die Frauen per Email (srynek@web.de) und telefonisch unter 0176 313 499 89 entgegen. Zur Pressemeldung

Die Ausgabe der DRUCK+PAPIER 2019-1 steht online

Die Themen sind u.a.:

  • Die Insolvenzmacher
    Zwei besondere Fälle von Insolvenz haben in der Druckindustrie für Wirbel gesorgt: Die apm-Druckerei in Darmstadt machte zum Jahresende dicht; Bosch-Druck in Ergolding bei Landshut wurde zwar in letzter Minute gerettet, doch die Hälfte der Belegschaft entlassen. In beiden Fällen leisteten die Beschäftigten gute Arbeit. Sie verloren ihre Arbeitsplätze, weil Geschäftsführungen versagten oder zwei Insolvenzmacher am Werk waren, die es darauf anlegten, den Betrieb in die Pleite zu führen.
  • Ein Ungenügend fürs Management
    Eine Schweizer Unternehmensberatung hat Bosch-Druck in Ergolding inspiziert. Was dabei raus kam, stellt dem Management ein miserables Zeugnis aus. Nun ist die Druckerei gegen die Wand gefahren – doch die Verantwortlichen haben sich mit dicken Abfindungen gerettet und viele Beschäftigte stehen auf der Straße.
  • Lukrativ für Berater
    Eine Insolvenz in Eigenverwaltung hält Rechtsanwalt Friedrich Schindele aus Landshut für nicht geeignet. Denn in so einem Fall bleibt dieselbe Geschäftsführung am Ruder, die das Unternehmen in die Pleite getrieben hat. Friedrich Schindele hat den Betriebsrat von Bosch-Druck begleitet und erklärt, warum er diese Sonderregelung der Insolvenz nicht schätzt.

Direkter Link zur DRUCK+PAPIER online

WDR: Zeitungslandschaft OWL in der Krise? – Kooperationen im Sport zwischen WB und NW

Bielefeld. In der Zeitungslandschaft in Ostwestfalen finden aktuell einschneidende Veränderungen statt, seitdem der Münsteraner Verlag Aschendorff mehrheitlich das Bielefelder Westfalen-Blatt übernommen hat. Tendenz auch hier: Mehr Kooperation und in der Folge mehr Einheitsbrei! Die WDR Lokalzeit OWL berichtet über die Kooperationen im Sport zwischen WB und NW
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ostwestfalen-lippe/video-zeitungslandschaft-owl-in-der-krise-100.html

dju stellt Weichen neu – Bundesvorsitzende wurde Tina Groll – Resolution gegen Stellenabbau bei Funke

Neue dju-Bundesvorsitzende Tina Groll, Wirtschaftsredakteurin und Betriebsrätin von Zeit Online. Foto: Murat Türemis

Stellvertreter sind Peter Freitag und Lars Hansen

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat auf ihrer Bundeskonferenz in Berlin die berufspolitischen Weichen für die nächsten Jahre gestellt und einen neuen Bundesvorstand gewählt. Dabei votierten die Delegierten für Tina Groll als neue dju-Bundesvorsitzende.

Die 38-jährige Wirtschaftsredakteurin und Betriebsrätin von Zeit Online führt die dju damit in einer Zeit anhaltenden Umbruchs. „Journalistinnen und Journalisten stehen zunehmend unter Druck, sowohl ökonomisch als auch bei der Ausübung ihrer Arbeit. Unsere gemeinsame Aufgabe als dju ist es deshalb, sich für die Presse- und Meinungsfreiheit einzusetzen und für Arbeitsbedingungen zu kämpfen, die unabhängigen Journalismus ermöglichen“, erklärte Groll. „Als Gewerkschaft und Tarifpartei sind wir Mitgestalter, wenn es um den Journalismus der Zukunft geht, egal ob Online, Print oder Rundfunk, festangestellt oder frei.“ Weiter

Fachgruppe Medien wählt neuen Vorstand – Manfred Kloiber (Hörfunkjournalist) als Vorsitzender bestätigt

Immer mehr Festanstellungen weichen prekären Arbeitsverhältnissen – Fachgruppe Medien kämpft für soziale Absicherung aller Beschäftigten

Von Presse über Rundfunk bis Film und Kino: Die Fachgruppe Medien in ver.di vertritt die Interessen von 40.000 Medienschaffenden in Deutschland. Auf ihrer Bundeskonferenz in Berlin hat sie sich nun für die nächsten Jahre neu aufgestellt. Die Delegierten wählten heute einen neuen Vorstand. Manfred Kloiber, seit 2015 Bundesvorsitzender, wurde in seiner Funktion bestätigt. Weiter

Druckindustrie: Kollegen*innen kämpfen für Tarifschutz

Schon seit Oktober des Vorjahres kämpfen die Beschäftigten der Druckindustrie für 5 Prozent mehr Lohn. Auch in Köln – am Mittwoch standen sie schon zum 8. Mal vor den Toren des Druckzentrums des Medienhauses DuMont-Schauberg an der Friedrich-Karl-Straße in Niehl. Aufgerufen zu dieser Arbeitskampfmaßnahme hatte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Die Leser von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Express“ erfahren von diesen Warnstreiks buchstäblich nur am Rande. Am Morgen nach dem Streik finden sie regelmäßig auf der Titelseite den Hinweis: „Lieben Leserinnen und Leser, die Tarifauseinandersetzungen in der Druckindustrie haben gestern die Produktion der Zeitung erheblich beeinträchtigt.“ Weiter

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